Kinderorthopädie

individuelle Versorgung für die Kleinsten

Wenn das eigene Kind eine orthopädische Versorgung braucht, tauchen bei Eltern viele Fragen auf. Angeborene und erworbene Erkrankungen des Bewegungsapparates sind bei Kindern keine Seltenheit – von leichten Fußfehlstellungen bis zu komplexeren neurologischen Erkrankungen. Die gute Nachricht: Im Wachstumsalter lässt sich vieles frühzeitig korrigieren. Als Familienbetrieb in dritter Generation begleiten wir Familien aus Weyhe, Stuhr, Syke und dem gesamten Raum Bremen seit 1956 einfühlsam durch die Versorgung ihrer Kinder – mit moderner Technik und einem festen, vertrauten Ansprechpartner.

Unser Leistungsspektrum in der Kinderorthopädie

Von der Neugeborenenversorgung bis zur Begleitung durchs Jugendalter: Wir versorgen Kinder mit orthopädischen und neuroorthopädischen Fragestellungen individuell nach ärztlicher Verordnung. Ein Überblick über unsere wichtigsten Leistungen:

Kopforthesen (Helmtherapie) mit dem MyCRO Band

Bei manchen Säuglingen bildet sich durch einseitige Lagerung eine Schädelasymmetrie wie ein Plagiozephalus (schräger Kopf) oder Brachyzephalus (kurzer Kopf). Mit dem MyCRO Band bieten wir eine individuell angepasste Kopforthese an, die per 3D-Scan exakt auf den Kopf Ihres Kindes abgestimmt wird. Der Helm übt keinen Druck aus, sondern lässt an den abgeflachten Stellen Freiraum, in den der Kopf während des natürlichen Wachstums hineinwachsen kann. Der ideale Behandlungsbeginn liegt zwischen dem 4. und 6. Lebensmonat, wenn die Schädelknochen noch besonders formbar sind; die Therapie ist in der Regel bis zum 14. Lebensmonat möglich. Die durchschnittliche Tragedauer beträgt etwa 2 bis 6 Monate, begleitet von regelmäßigen Kontrollterminen bei uns.

Korrekturorthesen bei Beinachsenfehlstellungen

X-Beine (Genu valgum) und O-Beine (Genu varum) sind im Kleinkindalter oft Teil der normalen Entwicklung, können in ausgeprägten Fällen aber eine gezielte Korrektur erfordern. Mit individuell gefertigten Korrekturorthesen unterstützen wir die Beinachse Ihres Kindes während der Wachstumsphase, wirken Fehlstellungen entgegen und beugen Folgeschäden im Erwachsenenalter vor – in enger Abstimmung mit dem behandelnden Kinderorthopäden.

Hüftorthesen bei Hüftdysplasie und Hüftluxation

Wird beim Neugeborenen-Hüftscreening eine Hüftdysplasie oder Hüftluxation festgestellt, kommen häufig Spreizhosen, Pavlik-Bandagen oder die Tübinger Hüftorthese zum Einsatz. Diese Hilfsmittel halten die Hüftgelenke in einer für die Nachreifung der Gelenkpfanne günstigen Position. Wir fertigen und passen diese Orthesen individuell an und begleiten die Familie durch die gesamte Behandlungsdauer.

Versorgung nach Klumpfuß-Diagnose

Nach der operativen oder konservativen Erstbehandlung eines Klumpfußes (häufig nach der Ponseti-Methode) ist eine konsequente Nachsorge mit Abduktionsschienen entscheidend, um das Behandlungsergebnis zu stabilisieren und einem Rückfall vorzubeugen. Wir fertigen die passenden Nachschienen und passen sie im Rahmen des Wachstums regelmäßig an.

Einlagenversorgung im Sonderbau

Bei Fußfehlstellungen wie Sichelfuß, Knickfuß, Spitzfuß oder Senk-Spreizfuß fertigen wir Einlagen im Sonderbau, die exakt auf den kindlichen Fuß abgestimmt sind. Sensomotorische Einlagen unterstützen zusätzlich die Bewegungssteuerung über gezielte Reize an der Fußsohle – besonders hilfreich bei neuromuskulären Auffälligkeiten.

Nachtlagerungsorthesen & Aktivorthesen

Nachtlagerungsorthesen halten Fuß, Bein oder Hand über Nacht in einer korrigierenden Position, ohne den Tagesablauf Ihres Kindes einzuschränken. Aktivorthesen kommen tagsüber zum Einsatz und unterstützen Kinder aktiv in Alltag, Spiel und Bewegung.

Orthesen bei körperlicher Behinderung (z. B. nach Cerebralparese)

Bei Kindern mit einer körperlichen Behinderung – etwa infolge einer Cerebralparese (infantile Zerebralparese), Spina bifida, Muskeldystrophie, spinaler Muskelatrophie, Arthrogryposis oder Querschnittslähmung – ist eine individuelle orthetische Versorgung oft ein zentraler Baustein der Therapie. Je nach betroffenem Körperbereich und Diagnose fertigen und passen wir unter anderem an:

  • Unterschenkel-Fuß-Orthesen (AFO) zur Stabilisierung und Entlastung – wahlweise mit Innenschuh oder aus leichtem Carbon
  • Fußorthesen nach Nancy Hylton (DAFO) – die insbesondere bei Cerebralparese häufig eingesetzt werden
  • Oberschenkel-Fuß-Orthesen (KAFO) – bei stärkeren Lähmungen oder Fehlstellungen
  • Hüft-Abduktionsorthesen und Lagerungsschalen – z. B. bei Spastik oder nach Hüftoperationen
  • Hand- und Armorthesen – bei Kontrakturen oder Lähmungen der oberen Extremität

Alle Orthesen werden individuell an Diagnose und Entwicklungsstand Ihres Kindes angepasst und wachstumsbedingt regelmäßig nachjustiert – in enger Zusammenarbeit mit Kinderärzten, Neuro-Orthopäden sowie Physio- und Ergotherapeuten.

So läuft die Versorgung Ihres Kindes ab

  1. Ärztliche Verordnung: Kinderarzt oder Facharzt stellt die Diagnose und verordnet die Versorgung.
  2. Kennenlernen & Befund: Wir nehmen uns Zeit für Ihr Kind und für Ihre Fragen als Eltern.
  3. Individuelle Anfertigung: Orthese oder Einlage entsteht passgenau – in kindgerechtem Design.
  4. Anprobe & Verlaufskontrolle: Da Kinder wachsen, kontrollieren und passen wir regelmäßig an.

Häufige Fragen von Eltern

Das kommt ganz auf die Versorgung an. Von der Neugeborenenversorgung (z. B. Spreizhose bei Hüftdysplasie oder Helmtherapie) bis ins Jugendalter – wir versorgen Kinder in jeder Wachstumsphase.

Ja – gerade jüngere Kinder gewöhnen sich meist schnell daran, besonders wenn die Versorgung gut sitzt. Wir nehmen uns Zeit, die Eingewöhnung kindgerecht zu begleiten.

Da Kinder wachsen, kontrollieren und passen wir die Versorgung in regelmäßigen Abständen an – die Intervalle hängen von Alter und Hilfsmittel ab und werden individuell festgelegt.

Die meisten kinderorthopädischen Hilfsmittel werden bei ärztlicher Verordnung von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen. Wir klären die Kostenübernahme, auch für die Kopforthese, gerne im Vorfeld für Sie.

Im Durchschnitt 2 bis 6 Monate bei täglichem Tragen, begleitet von regelmäßigen Kontrollterminen bei uns im Haus.

Besonders häufig begleiten wir Kinder mit Cerebralparese, Spina bifida, Muskeldystrophie, spinaler Muskelatrophie, Hüftdysplasie, Klumpfuß oder Skoliose. Aber auch bei leichteren Fußfehlstellungen oder Schädelasymmetrien sind wir für Sie da.

Warum Hüsing?

Als Familienbetrieb in dritter Generation sind wir seit 1956 in Weyhe-Leeste für Familien aus der gesamten Region Bremen da. Bei uns haben Sie während der gesamten Behandlung einen festen, persönlichen Ansprechpartner – kombiniert mit moderner Fertigungstechnik für eine passgenaue Versorgung Ihres Kindes.

Jetzt beraten lassen

Ihr Kind braucht eine orthopädische Versorgung? Wir geben Kindern Lebensfreude und Bewegung zurück – Ihre Mobilmacher.

Hinweis: Dieser Text dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Diagnose und Therapie gehören in ärztliche bzw. fachärztliche Hand.

Öffnungszeiten

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DIENSTAGS 09:00 – 18:00
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SONNTAG GESCHLOSSEN