Kompressionstherapie

Unsere Körpersäfte wie Blut und Gewebsflüssigkeit sind permanent in Bewegung. Manchmal sind allerdings die Transportwege versperrt oder funktionieren nicht richtig. Dann ist Hilfe vonnöten, um ernste Schäden zu verhindern.

Bei Venenleiden, die oft erblich bedingt sind, in der Schwangerschaft oder durch häufiges Stehen auftreten, kommen Kompressionsstrümpfe zum Einsatz, die individuell angepasst werden. Sie üben von außen einen genau definierten mechanischen Druck auf die erweiterten venösen Gefäße und das Bein aus, wodurch die kranken Venenklappen wieder schließen und ihren Zweck als Rückstauventil erfüllen können.

Wirkung von Kompressionsstrümpfen

Weniger Schmerzen: 70%
Rückgang der Schwellungen: 51%
Verbesserte Durchblutung: 38%
Stauungen der Lymphe, sogenannten Lymphödeme, werden ebenfalls mithilfe der Kompressionstherapie behandelt. Dabei handelt es sich um eine Schädigung des Lymphgefäßsystems, die dazu führt, dass Eiweiße und Gewebeflüssigkeit einfach im Gewebe – und zwar zwischen den Zellen – verbleiben. Es kommt in der Folge zu einer Gewebeschwellung, die als Lymphödem bezeichnet wird.

Zum Anwendungsgebiet der Kompressionstherapie gehört außerdem das Lipödem, umgangssprachlich auch als Reiterhosensyndrom bezeichnet. Die dabei auftretende Häufung von Fettgewebe zeigt sich vor allem seitlich an den Hüften und Oberschenkeln und an den Oberarmen. Lipödeme sind im fortgeschrittenen Stadium oft mit Schmerzen und der Neigung zu „blaue Flecken“ verbunden.

Jenny Niendorf

Unsere Expertin für Kompressionstherapie